Allergien

Die wirksamste Behandlung ist natürlich die Vermeidung der Allergie auslösenden Substanz. Voraussetzung hierfür ist, dass man das Allergen kennt. Das herauszufinden erfordert in den meisten Fällen viel Geduld. Denn aufgrund der Vielzahl möglicher Auslöser ist es oft schwierig, den wahren „Täter“ herauszufinden. Hilfreich ist es daher, die Zahl der „Verdächtigen“ einzugrenzen. Je mehr Informationen zur möglichen Quelle der Erkrankung vorliegen, desto gezielter, zeitsparender und möglicherweise kostengünstiger ist die Diagnose durch den Arzt. Betroffene sollten daher ein Allergietagebuch führen, in dem sie z. B. eintragen, zu welcher Tageszeit ihre Symptome aufgetreten sind, wie stark sie ausgeprägt waren, welche Nahrungsmittel und Medikamente sie eingenommen haben, was sie unternommen haben etc. Zur weiteren Diagnostik stehen dem Arzt dann verschiedene Allergieteste zur Verfügung.

Vorbeugung


Wenn der oder die Allergieauslöser bekannt sind, sollten sie in einem Allergiepass eingetragen werden. Dann gilt es, Strategien zu finden, wie man den Kontakt mit dem Allergen am besten vermeidet. Je nach Art des Allergens sind unterschiedliche Vorgehensweisen erforderlich, die am besten auch mit dem Arzt besprochen werden sollten. Einige Hinweise zu Vermeidungsstrategien finden Sie unter Tipps. Dabei sollten auch mögliche Kreuzreaktionen berücksichtigt werden.

Antiallergische Medikamente


Viele Allergie auslösende Substanzen sind in der Umwelt so weit verbreitet, dass man ihnen nicht aus dem Weg gehen kann. In diesen Fällen kann es erforderlich werden, die allergischen Symptome (z. B. Schnupfen und Niesreiz usw.) mit Hilfe von Arzneimitteln zu unterdrücken. Da es – abgesehen von Allergenen zur spezifischen Immuntherapie (s. u.) - bisher kein Arzneimittel gibt, das die Ursache einer Allergie heilen kann, helfen Medikamente lediglich dabei, die allergischen Symptome zu unterdrücken, also z. B. die Schleimhäute abschwellen zu lassen oder Entzündungsreaktionen wie Rötung und Juckreiz der Haut zu hemmen. Das heißt, antiallergische Medikamente hemmen jeweils an unterschiedlichen Stellen die überschießenden Reaktionen der körpereigenen Abwehr (Immunsystem). Beispiele für Arzneimittelklassen, die bei Allergien eingesetzt werden, sind: Glukokortikoide (vom Kortison abgeleitete Substanzen), Sympathomimetika (z. B. in Nasensprays), Anthistaminika (Histamin ist ein Botenstoff, der bei allergischen Reaktionen vermehrt ausgeschüttet wird und die überschießenden Reaktionen des Immunsystems verstärkt).

Spezifische Immuntherapie


Bei Allergien vom Typ I kann eine spezifische Immuntherapie – auch Hyposensibilisierung genannt – erwogen werden. Sie bietet derzeit die einzige Möglichkeit, die Ursache der Allergie zu bekämpfen, indem das Immunsystem in kleinen Schritten an die speziellen Substanzen, auf die es überreagiert (Allergene), gewöhnt wird. Durch den ursächlichen Wirkansatz kommt der spezifischen Immuntherapie ein besonderer Stellenwert zu. Nachteil ist allerdings der große zeitliche Aufwand der Therapie und dass sie nicht in allen Fällen zu einem Erfolg führt.

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