
Bei der Urtikaria kommt es nach Kontakt mit einem auslösenden Stoff oder Reiz zum Auftreten von meist heftig juckenden Quaddeln (med.: Urticae). Die Reaktion erinnert an die Hautveränderungen, die nach Berühren von Brennnesseln (lat.: Urtica dioica, s. Abb.) entstehen. Daher leitet sich auch die deutsche Bezeichnung „Nesselsucht“ oder „Nesselfieber“ ab.
Je nach Ursache und Verlauf werden verschiedene
Urtikaria-Formen unterschieden, z. B.:
- Akute Urtikaria: Sie dauert längstens 6 Wochen, im Durchschnitt etwa 3 Wochen, an und stellt die häufigste Verlaufsform dar. Schätzungsweise bis zu 25 % aller Menschen sind einmal in ihrem Leben von einer akuten Urtikaria betroffen.
- Chronische Urtikaria: Wenn über einen Zeitraum von mindestens 6 Wochen immer wieder oder ständig neue Quaddeln auftreten, handelt es sich per Definition um eine chronische Urtikaria. Diese Form der Urtikaria ist für die Betroffenen oft quälend und beeinträchtigt ihre Lebensqualität.
- Physikalische Urtikaria: Ausgelöst wird sie durch physikalische Reize wie z. B. Druck, Wärme, Kälte, Röntgen- oder UV-Strahlen. Sie wird deshalb von der chronischen Urtikaria unterschieden, da bei Vermeidung der bekannten Auslöser keine Beschwerden auftreten.