Kontaktekzem
Behandlung
Diagnose
Die Auswirkungen jeder Hautschädigung oder Allergie können nur vermieden werden, wenn man ihren Auslöser kennt und zukünftig vermeidet. Daher kommt der Abklärung durch den Hautarzt eine entscheidende Bedeutung zu.
Insbesondere beim allergischen Kontaktekzem ist es wichtig, den auslösenden Stoff zu identifizieren. Durch die Vielzahl möglicher Allergene ist dies manchmal aufwändig und nicht in jedem Fall erfolgreich. Hierbei ist die gute Beobachtung und die Mitarbeit der Betroffenen entscheidend. Je mehr Informationen zur möglichen Quelle der Erkrankung vorliegen, desto gezielter, zeitsparender und kostengünstiger kann die Ursache geklärt werden.
Anerkannte Testverfahren
Zur Unterscheidung eines irritativ-toxischen von einem allergischen Kontaktekzem und zur Identifizierung des Allergens gibt es ein zuverlässiges Testverfahren, den Epicutantest. Beim Epicutantest werden kleine Mengen der zu prüfenden Substanzen mit Hilfe spezieller Testpflaster in Kontakt mit der Haut gebracht. Nach 1 oder 2 Tagen (24 oder 48 Stunden) werden die Testpflaster entfernt. Nach dem Abnehmen des Testpflasters (meistens am 2. Tag (48 Stunden)) wird zum ersten Mal das Auftreten von Hauterscheinungen (Rötung, Schwellung, Papeln, Bläschen) an den Testarealen dokumentiert. Der Hautarzt wird bei den weiteren Ablesezeitpunkten frühestens am 3. Tag (72 Stunden) und, wenn erforderlich, an weiteren Tagen eindeutig feststellen, ob es sich um eine allergische Reaktion oder um eine Reizung der Haut handelt. Selten kommt es erst nach mehr als einer Woche zu einer Hautreaktion.
Behandlung
- Auslöser vermeiden: Alle Substanzen, die zu einem Wiederaufflammen des Ekzems führen können, sollten gemieden werden. Das ist allerdings insbesondere dann schwer, wenn man täglich, z. B. am Arbeitsplatz, mit ihnen zu tun hat. Daher sollten zusammen mit dem Hautarzt Strategien entwickelt werden, um den Kontakt zu umgehen. Hierzu zählen z. B. die Verwendung von Hautschutzcremes (z. B. Aqua non Hermal®), die regelmäßige Pflege der Haut mit Cremes und Salben (zum Schutz und Wiederaufbau der Hautschutzbarriere), das Tragen von Handschuhen und die entsprechende „Handschuhhygiene“. Für viele Berufe gibt es Hautschutzpläne.
- Antientzündliche Therapie: Gegen die Hautentzündung helfen zum Beispiel äußerliche Glukokortikoid-Cremes oder Calcineurin-Inhibitoren, gegen den Juckreiz so genannte Antihistaminika. In schweren Fällen wird ggf. eine Lichttherapie durchgeführt oder systemisch mit Glukokortikosteroiden behandelt.
- Bei einer Infektion des Ekzems mit Bakterien werden Antibiotika verordnet.




