Neurodermitis
Fragen & Antworten
Ist Neurodermitis ansteckend?
Nein. Es handelt sich um eine nicht ansteckende, entzündliche Hauterkrankung, die auch durch intensiven Hautkontakt nicht übertragen werden kann.
Wie soll man bei Kindern das Kratzen unterbinden?
- Abreagieren durch körperliche Aktivität
- Alternativen zum Kratzen üben: "Kratzklötzchen" verwenden, Drücken, Reiben, Bürsten, Streicheln, Kneifen
- Auf kurze und saubere Fingernägel achten
- In der Nacht Baumwollhandschuhe verwenden oder einen Neurodermitis-Overall überziehen
- Entspannungsübungen: Geschichten erzählen oder Kassetten vorspielen, malen etc.
Gibt es eine spezielle Neurodermitis-Diät?
Nein. Grundsätzlich kann ein Neurodermitiker alles essen. Um bei Kindern keine Mangelernährung zu erzeugen, dürfen Diätprogramme nicht eigenmächtig erstellt werden. Nur wenn der Arzt durch entsprechende Untersuchungen eine Allergie nachgewiesen hat, ist es sinnvoll und in diesen Fällen zwingend, das Nahrungsmittel wegzulassen.
Ist Sonne gut für die Haut?
Die Haut der Mehrzahl der an Neurodermitis erkrankten Menschen verträgt eine Sonnenbestrahlung (UV-Licht) gut. Deshalb behandelt der Hautarzt in manchen Fällen mit UV-Bestrahlungen. Wichtig ist die Verwendung eines Sonnenschutzmittels mit hohem Lichtschutzfaktor, das möglichst auch keine Duftstoffe enthalten sollte.
Sollen Kinder mit Neurodermitis Sport treiben?
Es gibt keinen Grund, warum die Kinder sich nicht sportlich betätigen sollten. Es sollte aber der Sport gewählt werden, der dem Kind gefällt, den es gerne macht. Jeder Fortschritt sollte belohnt werden, da das Kind hieraus Bestätigung und Anerkennung erhält. Wichtig ist, bei der Sportkleidung auf weiche, luftdurchlässige Kleidung zu achten, damit es nicht zu einem Wärmestau kommen kann. Nach einer sportlichen Anstrengung sollte das Kind lauwarm duschen und die Haut mit seinem Pflegeprodukt versorgen.
Was können Eltern tun, deren Kinder die Behandlung verweigern?
Die Ursache für ein solches Verhalten des Kindes könnten sein:
- Mangelndes Verständnis, warum die Behandlung notwendig ist.
- Die Behandlung ist schmerzhaft, unangenehm oder einfach langweilig.
- Eltern waren in der Behandlung nicht konsequent.
- Trotzphase und Machtspiele.
Kann man die Ursache eingrenzen, kann man gezielt vorgehen. Als Anregungen sind zu sehen:
- Die Motivation zum "Selbermachen" fördern
- Alternativen anbieten
- Die Anwendungen in ein Spiel integrieren
- Eine andere Person in die Therapie mit einbeziehen
- Keine Schuldkomplexe beim Kind aufbauen und Belohnungen für aktives "Mitmachen" vereinbaren
Wie wichtig ist das Stillen zur Vorbeugung?
Spezialisten sind sich einig, dass Stillen einen günstigen Effekt auf das sich entwickelnde Immunsystem des Säuglings hat. Die Zeitspanne sollte mindestens 4 Monate betragen.






