Seborrhoisches Ekzem
Behandlung
Da das seborrhoische Ekzem leicht mit einer Reihe von anderen Hauterkrankungen verwechselt werden kann (z. B. mit Schuppenflechte oder Pilzinfektionen bei Erwachsenen und mit Neurodermitis bei Säuglingen), sollte man sich zur sicheren Diagnosestellung zunächst an einen Hautarzt wenden. Dieser kann anhand der Hauterscheinungen und der Krankheitsvorgeschichte (Anamnese) meist schon die Diagnose stellen und eine wirksame Behandlung empfehlen. Nur in sehr unsicheren Fällen wird der Hautarzt eine Hautprobe (Biopsie) entnehmen oder andere Laboruntersuchungen durchführen.
Geheilt werden kann das chronisch verlaufende seborroische Ekzem nicht, es spricht in der Regel aber gut auf eine antientzündliche und/oder antimikrobielle Therapie an. Ziel der Behandlung ist es, die Erkrankung möglichst auch langfristig zu kontrollieren und das erneute Aufflammen zu verhindern. Meist reicht eine äußerliche Behandlung aus. Die Behandlung von Säuglingen und Erwachsenen ist dabei unterschiedlich. Über die Art und Dauer der Therapie sowie über eine mögliche langfristige „Erhaltungstherapie“ entscheidet der Arzt.
Bei Erwachsenen werden sehr hartnäckige Schuppen mit schuppenlösenden Substanzen wie z. B. Salicylsäure behandelt. Diese darf bei Kindern nicht angewendet werden. Schuppen bzw. Krusten im Bereich des behaarten Kopfes werden hier z. B. mit Olivenöl aufgeweicht.
Gegen die Entzündung und den Juckreiz werden Kortikoide (Abkömmlinge vom Cortison) verordnet. Inzwischen gibt es auch Shampoos, die diese Wirkstoffe enthalten. Wirksam gegen die Hefepilze, die bei der Entstehung der Erkrankung vermutlich eine Rolle spielen, sind so genannte Antimykotika.
In schweren Fällen werden Antimykotika oder Kortikosteroide auch innerlich verabreicht. Bei einer sekundären Hautinfektion mit Bakterien werden diese mit Antibiotika bekämpft.




