Haarausfall

Nur ein Hautarzt kann die Ursache eines Haarausfalls feststellen und eine mögliche Therapie vorschlagen. Ein Haarausfall sollte immer erst behandelt werden, nachdem eine Diagnose durch einen Hautarzt gestellt wurde. Es gibt Hautärzte, die sich auf Haarerkrankungen spezialisiert haben.

Zu empfehlen ist ein Besuch beim Arzt,

  • wenn Sie bei sich einen auffälligen Haarausfall unbekannter Ursache feststellen.
  • um mögliche Erkrankungen und Mangelerscheinungen abzuklären.
  • wenn Sie bei sich einen kreisrunden Haarausfall (Alopecia areata) feststellen.
  • bei Erkrankungen der Kopfhaut.

Ist die Haarwurzel abgestorben, bleibt jede Behandlung wirkungslos. Sofern eine eindeutige Ursache ermittelt werden konnte, wie z. B. ein hormonell bedingter Haarausfall bei der Frau, kann gezielt mit östrogenhaltigen Haartinkturen oder antiandrogenhaltigen Pillen therapiert werden.

Beim hormonell bedingten androgenetischen Haarausfall des Mannes, der häufig mit Geheimratsecken beginnt und über die Halbglatze zur Glatze wird, ist die gezielte Behandlung schon schwieriger. Für beide Formen kann eine konsequente Beeinflussung der meist auch bestehenden Seborrhoe (Haarfettung) durch spezifische Haarwaschmittel hilfreich sein. Moderne Arzneimittel (Minoxidil, Finasterid) versprechen zwar eine Neubildung von Haaren. Dieses sind dann aber Vellushaare, die sich in nicht in Terminalhaare umwandeln.

Darüber hinaus gibt es kosmetische Produkte, die die Durchblutung fördern und die Versorgung sowie die Ernährung des Haares möglicherweise günstig beeinflussen.

Auch die Zufuhr geeigneter Nährstoffe mit Nahrungsergänzungsmitteln oder abgestimmter "Vitaminpräparate" kann sich - bei einem vorliegenden Nährstoffmangel - günstig auf die Haarstruktur auswirken (Beispiel: Gelacet Gelatinekapseln mit Biotin).

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