Hirsutismus

Für eine erfolgreiche Therapie muss zunächst die Ursache des vermehrten Haarwachstums abgeklärt werden. Liegt eine Hormonstörung oder ein Tumor vor, entscheidet der behandelnde Arzt über die Therapie. Bei erhöhtem Androgenspiegel – z. B. durch ein Polyzystisches Ovarsyndrom – werden auch Antiandrogene eingesetzt, z. B. Cyproteronacetat oder Spironolacton. Ein Tumor der Eierstöcke hingegen wird operativ entfernt. Durch diese Therapieansätze wird versucht, den Androgenspiegel zu senken. Aktuell bestehende Haare jedoch sprechen oft nur zeitverzögert innerhalb von 6 – 12 Monaten auf eine solche Therapie an. Daher sind begleitende Methoden zur Haarentfernung notwendig:

Um die Haare dauerhaft zu entfernen, stehen eine Reihe verschiedener Methoden zur Verfügung, die man zu Hause oder aber beim Hautarzt bzw. in Kosmetikinstituten durchführen lassen kann. Zu den einfachen, zu Hause anwendbaren Methoden zählen z. B. Rasieren, Zupfen, Wachsen und die Epilation. Beim Hautarzt wird häufig eine Haarentfernung per Laser angeboten. Das Bleichen der Haare mit Bleichcremes ist eine Methode, Haare weniger auffällig erscheinen zu lassen. Seit 2004 gibt es zur Behandlung von Hirsutismus im Gesicht bei Frauen auch ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel mit dem Wirkstoff Eflornithin. Eflornithin verlangsamt das Haarwachstum, so dass andere Haarentfernungsmethoden (z. B. Rasur) ggf. seltener angewendet werden müssen.

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