Kopfschuppen

Zur Abklärung der Ursache von Kopfschuppen empfiehlt sich immer der Besuch bei einem Hautarzt. Wenn eine Hauterkrankung die Ursache für die Schuppung ist, kann dieser eine Diagnose stellen sowie die Therapie vorschlagen.

Banale Kopfschuppen lassen sich durch eine auf die Kopfhaut gut abgestimmte Haarpflege in den Griff bekommen. Das Haar sollte nicht zu häufig mit einem milden, die gesteigerte Zellteilung unterdrückenden und rückfettenden Shampoo gewaschen werden. Hierzu eignen sich Shampoos mit Pyrithion-Zink (z. B. de-squaman® Hermal Anti-Schuppen Cremeshampoo) oder Selendisulfid. Zu Anfang kann der Eindruck entstehen, dass es zu einer stärkeren Schuppenbildung kommt. Das ist ein Zeichen für die Wirksamkeit.

Bei Haarbodenerkrankungen wird der Hautarzt zum Ablösen sehr starker Schuppenauflagerungen Keratolytika einsetzen. Hierzu zählt z. B. die Salicylsäure.

Beim seborrhoischen Ekzem wird der Hautarzt möglicherweise ein Produkt verordnen, das ein Antimykotikum, z. B. Clotrimazol, enthält. Das ist sinnvoll, weil häufig Hefepilze (Pityrosporum ovale, Malassezia furfur) mitverantwortlich für das Krankheitsgeschehen sind. Falls die Besiedelung mit Pilzen für die Schuppen ursächlich ist, empfiehlt es sich, Anti-Schuppenshampoos mit „fungiziden“ Wirkstoffen, die das Pilzwachstum hemmen, zur Haarwäsche zu verwenden. Je nach Ausprägung der Schuppen lassen sie sich täglich bzw. wenige Male pro Woche anwenden. Nach einer gewissen Zeit reicht eine seltenere vorbeugende Anwendung. Einige dieser Anti-Schuppenshampoos enthalten zusätzlich Wirkstoffe zum Aufweichen und Ablösen der Schuppen bzw. juckreizlindernde Wirkstoffe. Insbesondere bei fettigen, fest haftenden Schuppen sind solche Shampoos sinnvoll. Mit Nachlassen der Schuppenbildung verschwindet auch der begleitende Juckreiz.

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