Juckreiz

Wie Juckreiz entsteht, ist noch nicht in allen Einzelheiten geklärt. Lange Zeit ging man davon aus, dass Juckreiz durch eine unterschwellige Reizung von Schmerznerven entsteht und auch über diese weitergeleitet wird. Daher wurde Juckreiz auch gerne als „kleiner Bruder des Schmerzes“ bezeichnet. Neuere Forschungsergebnisse zeigen aber, dass es in der Haut spezielle Nervenbahnen für Juckreiz gibt. Jedoch sind noch längst nicht alle Überträgersubstanzen und ihr Zusammenspiel bekannt.

Juckreiz wird üblicherweise mit „Kratzen” oder „Reiben” beantwortet. Hierdurch werden jedoch entzündliche Reaktionen der Haut stimuliert, wobei Histamin und andere Entzündungsmediatoren ausgeschüttet werden. Diese führen ebenfalls zu einem Reiz an den vermittelnden Nervenendigungen – bestehender Juckreiz wird weiter verstärkt. Ferner kann es durch das Kratzen zu kleinen Verletzungen der Haut kommen. Fremdstoffe können in die Haut eindringen, das Abwehrsystem (Immunsystem) reagiert mit einer Entzündung.
Durch das Eindringen von Bakterien
kann es zu einer Infektion kommen.
Jeder dieser Prozesse verursacht
Juckreiz, so dass der "Kreislauf"
– Jucken – Kratzen – Entzündungs-
prozesse – Jucken ... – schwer
zu unterbrechen ist.

Juckreiz kann aber nicht
nur direkt in der Haut, z. B.
durch Hauterkrankungen
oder durch Kratzen, hervor-
gerufen oder unterhalten werden,
sondern auch durch Schädigung der
Juckreiz weiterleitenden Nerven
(z. B. bei Herpes Zoster), durch neuro-
logische oder psychogene Erkrankungen
(z. B. bei Depression, Angst, Stress etc.)
und durch Erkrankungen zentraler Strukturen (z. B. bei Hirntumoren).

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Für die Haut. Gegen den Juckreiz.
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