Fußpilz

Im Rahmen von Reihenuntersuchungen zeigte sich, dass etwa ein Drittel der westeuropäischen Bevölkerung an Fußpilz (med. Tinea pedis), Nagelpilz oder sogar beiden Pilzerkrankungen leidet. Aufgrund der weiten Verbreitung der Erreger ist das Ansteckungsrisiko jedes Einzelnen also entsprechend hoch.

Übertragen werden kann der Hautpilz durch den Kontakt mit infizierten Schuppen und Haaren. Jeder Mensch verliert ständig feinste Hautschüppchen, die er unsichtbar auf dem Boden (oder auch in Leihschuhen) verteilt. Durch den Kontakt mit diesem Pilzmaterial können sich andere Personen, aber auch der Betroffene selbst (erneut) anstecken. Erleichtert wird eine Infektion bei „feuchter Kälte“, z. B. beim Tragen von luftundurchlässigem, zu engem Schuhwerk bei gleichzeitig verringerter Durchblutung. Eine Ansteckung ist also nicht nur in öffentlichen Bädern, Sportanlagen und Hotelzimmern, sondern auch in der privaten Umgebung möglich.

Besonders gefährdet sind Personen mit Durchblutungsstörungen, wie z. B. Raucher oder Diabetiker. Auch Sportler („Athlete’s foot“) und Personen, die berufsbedingt häufig über einen längeren Zeitraum dichtes Schuhwerk tragen, sowie Menschen, die unter einer gesteigerten Schweißbildung leiden, haben ein erhöhtes Fußpilzrisiko.

Zum Glück erkrankt aber nicht gleich jeder, der mit den Erregern in Kontakt kommt. Auf einer intakten Haut können sich kaum Pilzerkrankungen entwickeln. Nur bei einer Schädigung der Haut, z. B. bei irritierter oder feuchter, aufgequollener Haut oder bei kleinsten Verletzungen, können Pilze die Schutzbarriere der Haut durchdringen. Auch eine Abwehrschwäche des Organismus, z. B. durch innere Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Krebserkrankungen, Immunabwehrschwächen (z. B. AIDS) oder Durchblutungsstörungen, erhöht das Risiko für Pilzinfektionen.

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