Psoriasis

Das Krankheitsgeschehen der Psoriasis ist äußerst komplex, und die Ursachen sind bis heute nicht genau bekannt. Die Zusammenhänge werden aber immer weiter aufgeklärt.
Auf jeden Fall ist Psoriasis vererbbar, d. h. ihr liegt eine genetische Ursache zugrunde. Das Risiko, an Psoriasis zu erkranken, steigt, wenn ein Blutsverwandter Psoriasis hat. Jedoch wird nicht die Krankheit selbst vererbt, sondern nur die Veranlagung, unter bestimmten Bedingungen psoriatische Hautveränderungen zu entwickeln. Anhand wissenschaftlicher Untersuchungen konnten einige der verantwortlichen Gene inzwischen identifiziert werden.

Manche Personen erkranken nie an Psoriasis, obwohl in der Familie Fälle dieser Hauterkrankung bekannt sind. Andererseits kann es unter Einfluss eines Auslösefaktors zu irgendeinem Zeitpunkt im Leben dazu kommen, dass man plötzlich doch erkrankt. Zu diesen Auslöse- oder Provokationsfaktoren zählen z. B. Infektionskrankheiten mit Streptokokken, Stress, Verletzungen, Verbrühungen, Insektenstiche, Allergien, hautreizende Kosmetika und bestimmte Medikamente wie Beta-Blocker, ACE-Hemmer, Antimalariamittel u. v. a.

Man weiß heute, dass bestimmte Enzyme und Botenstoffe des Immunsystems an dem Krankheitsgeschehen mitwirken, und man geht auch davon aus, dass dem Immunsystem eine entscheidende ursächliche Bedeutung zukommt. Bei bestimmten Auslösern (s. o.) reagiert die körpereigene Abwehr von Psoriasis-Patienten über und löst fehlerhafte Signale aus. Eine Folge davon ist, dass sich die Zellen in der obersten Hautschicht, der Epidermis, schneller teilen und die typischen Schuppenauflagerungen bilden.

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