Trockene Haut
Allgemeines
Gesunde Haut ist glatt und geschmeidig und bietet Schutz vor dem Eindringen von Bakterien, Allergenen oder chemischen Substanzen. Außerdem dient insbesondere die äußerste Hautschicht, die Hornschicht, als Barriere gegen einen übermäßigen Wasserverlust. Dafür benötigt die Hornschicht ein ausgewogenes Gleichgewicht aus Lipiden und Feuchtigkeit. Verantwortlich hierfür ist das so genannte Hydrolipidsystem, ein natürlicher Schutzmantel aus Wasser, Lipiden (Hautfett) und Feuchtigkeit bindenden Substanzen. Diese befinden sich wie eine Art Mörtel zwischen den verhornten, abgestorbenen Hautzellen („Backstein-Mörtel-Modell“).
Ist das Verhältnis der einzelnen Komponenten des Hydrolipidsystems gestört, z. B. durch zu häufiges Waschen mit zu heißem Wasser oder zu viel Seife, kann die Barrierefunktion nicht aufrechterhalten werden. Folge: Die Haut wird rau, schuppig, rissig, empfindlich und neigt zu Rötungen und Entzündungen. Die trockene Haut juckt und spannt. Sie neigt vor allem im Gesicht zur Bildung kleiner Fältchen. Häufig betroffene Körperareale sind Gesicht, Streckseiten der Ober- und Unterarme, Hände, Schienbeine und Füße.




