Windpocken

Hervorgerufen werden Windpocken durch das Varizella-Zoster-Virus. Das Virus ist mikroskopisch klein, leicht und kann für kurze Zeit (bis zu 48 Stunden) außerhalb des Körpers überleben.

Übertragen wird das Virus entweder durch direkten Körperkontakt oder durch Tröpfcheninfektion. Bei einer Tröpfcheninfektion wird das Virus durch kleinste Flüssigkeitströpfchen, die beispielsweise beim Husten und Niesen in die Umwelt geschleudert werden, verbreitet. Mit dem Luftzug kann es auch Menschen erreichen, die sich nicht in unmittelbarer Nähe des Erkrankten aufhalten. Daher der Name Windpocken.

Patienten mit Windpocken können das Virus schon etwa 2 Tage vor der sichtbaren Erkrankung übertragen und bleiben mindestens so lange infektiös, wie neue Bläschen entstehen.

Besonderheiten


Wer einmal Windpocken hatte, wird nicht noch einmal an diesem Hautausschlag erkranken. Denn die körpereigene Abwehr (Immunsystem) „merkt“ sich bereits bei der ersten Infektion mit Hilfe von Gedächtniszellen die Struktur des Virus und kann so bei einer erneuten Infektion so schnell dagegen vorgehen, dass sich die mit Windpocken einhergehenden Symptome gar nicht erst ausbilden (Immunität). Allerdings wird das Varizella-Zoster-Virus auch bei Abheilen der Erkrankung nicht komplett aus dem Organismus eliminiert. Stattdessen „versteckt“ es sich ein Leben lang in Nervenknoten vor den Zellen und Botenstoffen des Immunsystems. Kommt es im Erwachsenenalter dann möglicherweise erneut zu einer Varizella-Zoster-Virus-Infektion oder zu einem anderen Auslöser (z. B. Stress, Verletzungen), können die versteckten Viren reaktiviert werden und ein anderes Krankheitsbild hervorrufen: den Zoster (Synonyme: Herpes Zoster, Gürtelrose).

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