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Atemwegsallergien
allergische rhinitis.

Weltweit leiden Millionen Menschen an Asthma und Allergien. Allergische Erkrankungen sind chronische und häufig auftretende Störungen in der Bevölkerung. Die betroffenen Menschen leiden auf vielerlei Weise: am Arbeitsplatz, in der Schule, bei körperlicher Betätigung, im täglichen Umgang mit anderen, in ihren persönlichen Beziehungen und in ihrem psychischen Wohlbefinden.

Almirall ist bestrebt, diesen Patienten hochwertige Lösungen für ihre Erkrankungen bereitzustellen. Dieser Anspruch ist die treibende Kraft unseres unablässigen Engagements, innovative therapeutische Lösungen zu suchen, die wirklich entscheidende Verbesserungen bewirken.

 

Allergische Erkrankungen der Atemwege sind weltweit auf dem Vormarsch. Etwa 20 % aller Europäer leiden an allergischer Rhinitis (15 % bis 20 % von ihnen an einer schweren Form [+ info]) , Asthma dagegen betrifft ca. 5 % bis 12 % der Menschen in Europa [+ info]. Diese allergischen Erkrankungen sind die Hauptursache für Fehltage am Arbeitsplatz [+ info]. Schon bei Jugendlichen können sie sich auf deren schulische Leistungen auswirken [+ info]. Trotz erheblicher Auswirkungen auf das persönliche wie soziale Leben werden Atemwegsallergien in ihren Auswirkungen unterschätzt und in den Behandlungen vernachlässigt. Viele Menschen sind sich noch nicht einmal bewusst, dass es sich um wirkliche Krankheiten handelt.

 
 

Was ist die allergische Rhinitis?

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschreibt die allergische Rhinitis (Heuschnupfen) als etwas, das auftritt, wenn Sie etwas einatmen, gegen das Sie allergisch sind. Dabei entzündet sich Ihre Nase und schwillt an.

Sinusitis ist eine Entzündung der Innenseite der Nasennebenhöhlen. Sie kann akut oder chronisch sein. Wenn die Nebenhöhlen verstopfen und sich mit Flüssigkeit füllen, können sich Bakterien vermehren und Symptome wie Kopfschmerzen und gelbliche Nasensekrete verursachen. Verstopfte Nebenhöhlen können durch eine Erkältung, Heuschnupfen oder Nasenpolypen (kleine Wucherungen in der Nase) verursacht werden.

Allergische Rhinitis und Sinusitis gehen miteinander einher. Grund ist, dass eine allergische Rhinitis das Verstopfen Ihrer Nase hervorrufen kann und in diesem Zuge die Nebenhöhlen blockiert.

 
 

Ursachen. [+ info]

Allergische Rhinitis wird durch Allergene hervorgerufen. Allergene kommen sowohl im Freien als auch in geschlossenen Räumen vor. Wird eine allergische Rhinitis von Allergenen im Freien verursacht – wie von Schimmel, Bäumen- und Graspollen – wird sie oft als saisonale Allergie oder „Heuschnupfen" bezeichnet. Die allergische Rhinitis kann außerdem durch Allergene ausgelöst werden, die in Räumen vorhanden sind. Dazu zählen beispielsweise Tierhaare, Schimmelpilze oder Hausstaubmilben. Die aktuelle Klassifizierung der allergischen Rhinitis berücksichtigt die Ausgeprägtheit der Symptome und die Auswirkungen auf die Lebensqualität. Entsprechend dieser Merkmale kann sie leichter, mittelschwerer oder schwerer Natur sein.

  Katzenhaare

  Pollen

  Hausstaubmilben

Geschwollene, gerötete, juckende Augen
Niesen, Nasensekret
Juckender Rachenraum
 
 

Wer zählt zur Risikogruppe? [+ info]

Bei einigen Menschen besteht eine höhere Wahrscheinlichkeit, dass sie IgE-Antikörper zu Allergenen bilden, da sie erheblich vorbelastet sind. Ist dies der Fall, dann sind Sie „atopisch" oder haben eine „Atopie". Atopische Menschen bekommen mit höherer Wahrscheinlichkeit Allergien, da ihr Körper mehr IgE-Antikörper produziert als normal.

Auch Umweltfaktoren spielen eine Rolle bei der Ausbildung von Allergien. Die genaue Rolle von Umweltfaktoren der Umwelt ist dabei nicht bekannt. Studien belegen allerdings, dass bei einem Kind zahlreiche zusammen kommende Faktoren die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen scheinen, eine Atopie zu entwickeln. Zu diesen Faktoren zählen unter anderem:

  • Das Kind wächst in einem Haushalt mit Rauchern auf.
  • Das Kind nimmt unnötigerweise Antibiotika ein.
  • Das Kind ist zu einem bestimmten Grad Hausstaubmilben ausgesetzt.*
  • Das Kind ist zu einem bestimmten Grad Haustieren ausgesetzt.*

* Dieser Kontakt kann bei Kindern jedoch auch zu einer Toleranzentwicklung gegenüber Allergenen von Hausstaubmilben und Haustieren führen.

Bei Jungen ist die Wahrscheinlichkeit eine Atopie zu entwickeln höher als bei Mädchen. Gleiches gilt für Babys mit einem geringen Geburtsgewicht. Die Gründe hierfür sind nicht klar.

 
 

Allergien der Atemwege im Überblick.

Allergische Rhinitis.

Eine weit verbreitete und stark beeinträchtigende entzündliche Erkrankung, die die oberen Atemwege und die Nasenschleimhaut sowie die Bindehaut der Augen betrifft und die bei einer allergischen Reaktion auftritt. Häufig geht diese Erkrankung einher mit einer Bindehautentzündung (Konjunktivitis).In diesem Fall spricht man von einer allergischen Rhinokonjunktivitis. Diese Erkrankung steht häufig im Zusammenhang mit Asthma.

Symptome.

Verstopfte oder laufende Nase, Niesen, juckende, tränende Augen und entzündete Augen.
Symptome können jahreszeitlich bedingt sein (Heuschnupfen) oder ganzjährig auftreten.

Allergisches Asthma.

Eine Form von Asthma, die entsteht, wenn die Bronchialschleimhaut mit einem über die Luft transportierten, eingeatmeten Allergen in Kontakt gekommen ist. Asthma ist eine häufig auftretende und potenziell lebensbedrohliche Erkrankung, bei der sich die Atemwege entzünden und anschwellen. Diese Entzündung ist ebenfalls dafür verantwortlich, dass die Atemwege stärker auf eine Vielzahl von Reizen reagieren.

Symptome.

Kurzatmigkeit, Engegefühl in der Brust, Husten oder Bronchospasmus (Keuchatmung).
Diese Symptome stehen normalerweise im Zusammenhang mit einer ausgeprägten, jedoch veränderlichen Verengung der Atemwege, die durch Medikamente zumindest teilweise heilbar ist.

 

Allergische Rhinitis: ARIA-Klassifikation.

Lange wurde die allergische Rhinitis ausschließlich in die Kategorien „saisonal und „ganzjährig" unterteilt. Einige Allergene sind jedoch das gesamte Jahr über verbreitet (z.B. Hausstauballergene, ausgelöst durch den Kot von Hausstaubmilben). Oder die Pollen des Graskrautes „Parietaria", das vornehmlich in Ländern des Mittelmeerraumes oft vorkommt. Dem Urstand entsprechend geht die Leitlinie über allergische Rhinitis und seine Auswirkung auf Asthma (ARIA, Allergic Rhinitis and its impact on Asthma, die erste evidenzbasierte Leitlinie zur allergischer Rhinitis), von einer neuen Klassifizierung aus: Von der erblichen „intermittierenden Rhinitis" und der „persistierenden Rhinitis". Je nach Schweregrad der Symptome und des Scores (Punktwerten) bei der Lebensqualität wird hier in leichte und moderate bis schwere Erkrankungsformen unterteilt[6]. Diese Klassifizierung ist hilfreich bei der Durchführung der Behandlung [15]. Allerdings gibt es keine allgemein anerkannten Maßnahmen zur Kontrolle der allergischen Rhinitis/Behandlungsziele, wie dies bei Asthma der Fall ist.

Persistierende symptome.

> 4 TAGE PRO WOCHE UND > 4 WOCHEN


Leicht.

Alle im folgenden aufgeführte Punkte
- Normaler Schlaf
- Keine Beeinträchtigung bei alltäglichen Aktivitäten, im Sport und in der Freizeit
- Keine Beeinträchtigung bei der Arbeit und in der Schule
- Symptome treten zwar auf, sind jedoch nicht störend

Moderat bis schwer.

Einer oder mehrere der aufgeführten Punkte
- Schlafstörungen
- Beeinträchtigung bei alltäglichen Aktivitäten, im Sport, in der Freizeit
- Beeinträchtigung in der Schule oder bei der Arbeit
- Störende Symptome
 

Intermittierende Symptome.

4 tage pro woche oder < 4 aufeinanderfolgende wochen < 4 weeks

 

Wer diagnostiziert Atemwegsallergien?

Ein Arzt sollte so früh wie möglich eine genaue Diagnose erstellen. So kann die Allergie behandelt und eine Verschlimmerung der Krankheit vermieden werden. Atemwegsallergien werden auf Grundlage der Krankengeschichte, einer körperlichen Untersuchung und spezifischer Fragen diagnostiziert. Je nach Ausprägung der Symptome und dem Einfluss der Krankheit auf die Lebensqualität wird die allergische Rhinitis als leicht, mittelschwer oder schwer eingestuft.

Je nach Schweregrad kann Ihr Arzt Hautpricktests und Bluttests durchführen, um das spezifische IgE zu messen. Diese Tests zeigen, welche Allergene Hauptverursacher der Symptome sind. Ihr Arzt kann dann eine geeignete Therapie bestimmen, Sie sollten gleichzeitig den Kontakt mit den Allergenen vermeiden. 

Behandlungen.

Es ist wichtig, dass Sie die Allergene, die negative Auswirkungen auf Sie haben, identifizieren lassen und meiden. Es gibt jedoch auch Medikamente, die Ihnen Ihr Arzt unter Umständen verschreiben kann:

  • Nasale Antihistaminika
  • Orale Antihistaminika
  • Intranasale topische Kortisonpräparate (Steroide)
  • Produkte, die die Nasenschleimhäute abschwellen lassen (nur in bestimmten Situationen)
  • Orale Steroide (nur in bestimmten Situationen)
  • Chirurgischer Eingriff
  • Immuntherapie

Einige der aufgeführten Therapien sind in Ihrem Land möglicherweise rezeptfrei erhältlich. Lassen Sie sich von Ihrem Apotheker beraten, bevor Sie sich für ein Medikament entscheiden.