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PATIENTEN

Erkrankungen

Akne

Akne ist eine der häufigsten Hauterkrankungen. Erkennbar ist sie an den charakteristischen Hautveränderungen im Gesicht, an Schultern, Rücken und Brust: typisch sind Mitesser (Komedonen) und/oder Pusteln (Eiterbläschen), Pickel und knotige Veränderungen. In erster Linie kommt Akne bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen vor. Aber auch die Zahl der an Akne erkrankenden Erwachsenen, insbesondere Frauen, nimmt in den letzten Jahren zu.

Bei Akne handelt es sich um eine Erkrankung der Talgdrüsenfollikel. Talgdrüsenfollikel sind Haarfollikel (Einstülpungen in der Haut, die ein Haar enthalten) mit einem sehr kleinen Haar und verhältnismäßig großer Talgdrüse. Sie sind von außen ggf. als Poren erkennbar. Talgdrüsen produzieren Hauttalg, ein Gemisch aus Fetten, Hautzellen u. a.. Der Talg wird über einen geräumigen Ausführungsgang (Follikelkanal) an die Haut abgegeben. Er schützt – in normalen Mengen – die Haut vor dem Austrocknen.

Talgdrüsenfollikel finden sich vor allem im Gesicht, auf der Brust und auf dem Rücken. In anderen Hautarealen gibt es kaum Talgdrüsenfollikel. Das ist auch der Grund dafür, warum Akne meistens im Gesicht und bei einigen Menschen auch auf Brust und Rücken auftritt, nicht aber zum Beispiel an den Armen oder Beinen.

Komedonen

Durch die Störung der natürlichen Verhornung bildet sich im Talgdrüsenfollikel ein Hornpfropf – der so genannte Mitesser oder – medizinisch korrekt – der Komedo.

Geschlossene Komedonen sind stecknadelkopfgroße, hautfarbene Knötchen ohne sichtbare Öffnung.
Offene Komedonen haben eine zentrale Öffnung und sind an der Oberfläche schwarz gefärbt. Bei dem sichtbaren schwarzen Punkt handelt es sich nicht um Schmutz, sondern um ein Hautpigment, den Farbstoff Melanin, der hier in oxidierter Form vorliegt.

Papeln, Pusteln und Knoten

Durch entzündliche Prozesse, an denen auch bestimmte Bakterien beteiligt sind, können aus Komedonen bzw. Mikrokomedonen gerötete Pickel (Papeln), Eiterbläschen (Pusteln) oder – in schwereren Fällen – Knoten entstehen.

Narben

Akne kann auch zu Narbenbildung führen. Es können verschiedene Narben entstehen, z. B. pocken- oder eispickelartig eingesunkene Narben, aber auch solche, die über das normale Hautbild hinausragen. Um Narben zu verhindern, ist eine frühzeitige Behandlung der Akne notwendig.

Akneformen

Je nach Schweregrad erfolgt die Einteilung der Akne oft vereinfacht in leichte, mäßig schwere und schwere Akne. Bewertet wird sowohl das Vorherrschen bestimmter entzündlicher Läsionen (z. B. Papeln oder Pusteln) oder nicht entzündlicher Läsionen (Komedonen), als auch die Anzahl dieser Läsionen.

Die  am weitesten verbreitete Akneform ist die Acne vulgaris. Liegen vorwiegend Komedonen vor, spricht man von einer Acne comedonica. Finden sich überwiegend Pickel und Eiterbläschen, wird die Akne auch als Acne papulopustulosa bezeichnet. Kommen tiefe, entzündliche Knoten oder Zysten hinzu, spricht man von einer Acne conglobata oder Acne cystica.

Sonderformen der Akne

Acne vulgaris tritt gewöhnlich vorübergehend auf, in der Mehrzahl der Fälle erfolgt in der Pubertät eine spontane Rückbildung. Jedoch kommt es vor allem bei Frauen immer häufiger vor, dass die Akne ab dem 30. bis zum 40. Lebensjahr erstmals oder erneut auftritt. Diese Sonderform der Akne wird als Acne tarda bezeichnet und betrifft überwiegend das Gesicht.
Eine andere Form der Akne - Acne excoriée des jeunes filles - entsteht durch das "zwanghafte" Manipulieren an vorhandenen oder vermeintlichen Hautunreinheiten.

Akneähnliche Erkrankungen können auch durch bestimmte Medikamente (z. B. Steroid-Akne), durch ständigen Kontakt mit Schmierölen und/oder Teerprodukten (Öl- oder Teer-Akne) und durch giftige, chlorierte Substanzen, z. B. Dioxine (Chlor- oder Seveso-Akne) hervorgerufen werden.
Bekannt ist auch die Mallorca-Akne, die in Verbindung mit Sonneneinstrahlung auftreten kann.
Die langzeitige und übermäßige Anwendung von Feuchtigkeits-, Gesichts-, Nacht- und Sonnenschutzcremes kann zur Acne cosmetica führen.

Weitere Sonderformen der Akne sind u. a. die Akne bei Säuglingen (Acne neonatorum) und Kleinkindern (Acne infantum).

Streng genommen hat die Akne keine einzelne, exakt definierbare Ursache. Vielmehr begünstigen mehrere Faktoren zusammen das Auftreten der Akne.

Zu den inneren Faktoren zählen u. a. erbliche Veranlagung, Pubertät, Absetzen der Pille, Zyklusschwankungen, Schwangerschaft und psychisches Befinden. Äußere Faktoren, die das Hautbild beeinflussen, sind beispielsweise Rauchen, Alkohol, Arzneimittel, fetthaltige Kosmetika und Stress. Die Anlage zur Akne kann vererbt werden. Hatten beide Eltern in der Pubertät Akne, sind häufig auch die Kinder betroffen.

Vier Faktoren sind hauptsächlich für die Bildung von Pickeln und Mitessern bei Akne verantwortlich:

1. Die Produktion von überschüssigem Hauttalg (Sebum)

In der Pubertät verursacht die vermehrte Ausschüttung von männlichen Sexualhormonen (Androgenen) eine Stimulation der Talgdrüsen, die dann verstärkt Talg produzieren.

2. Verhornungsstörung der Talgdrüse

Ebenfalls unter dem Einfluss männlicher Hormone kommt es zu einem schnelleren Wachstum der Hornzellen im Ausführungsgang der Talgdrüse und somit zu einer verstärkten Ansammlung von Hornzellen. Es bildet sich ein Hornpfropf (Mikrokomedo), der das Abfließen des Talgdrüsensekrets verhindert. Die Mikrokomedonen sind für das menschliche Auge auf Anhieb nicht sichtbar und gelten als Vorstufe für die entzündlichen Akne-Erscheinungen (Pusteln, Papeln, Knoten). Durch die Verhornungsstörung im Talgdrüsenausführungsgang entsteht schließlich der offene oder geschlossene Mitesser (Komedo).

3. Bakterielle Besiedlung

Das aufgestaute Talgdrüsensekret ist ein idealer Nährboden für Bakterien, vor allem für einen bestimmten Hautkeim, der tief im Talgdrüsenkanal vorkommt: Propionibacterium acnes. Er gehört zur natürlichen Bakterienflora der menschlichen Haut und ist normalerweise harmlos. In den Komedonen vermehrt er sich jedoch besonders gut. Um sich von dem Talg ernähren zu können, produziert er ein Enzym (Lipase), welches das Talgdrüsensekret abbaut. Dabei entstehen vermehrt freie Fettsäuren. Diese und weitere von dem Bakterium freigesetzte toxische Substanzen können neben anderen Faktoren dafür verantwortlich gemacht werden, dass ein entzündlicher Prozess ausgelöst oder verstärkt wird.

4. Entzündung

Durch unterschiedliche Reaktionen des Immunsystems kommt es zu Entzündungsreaktionen. Diese führen dazu, dass aus den Komedonen entzündete Pickel (Pusteln und Papeln) entstehen. Die durch das Immunsystem hervorgerufenen Reaktionen haben eine ganz entscheidende Bedeutung für die Entstehung einer Entzündung und die Entwicklung der Akne. Obwohl bislang der Entstehungsprozess der Akne nicht vollumfänglich verstanden ist, deuten die bisherigen Erkenntnisse auf ein sehr komplexes Geschehen, an dem viele immunologische Faktoren gleichzeitig beteiligt sind.

Pickel und Mitesser sind nicht nur ein kosmetisches Problem. Sie haben häufig Auswirkungen auf die Psyche und das Wohlbefinden. Der Hautarzt ist der richtige Ansprechpartner, um bereits im Frühstadium eine geeignete Behandlung einzuleiten. Insbesondere bei stark entzündlicher und schwerer Akne sollte man sich rechtzeitig an einen Hautarzt wenden, da Entzündungen zu Narbenbildung führen können.

Der Hautarzt kann aus einer Vielzahl unterschiedlicher moderner Behandlungsformen wählen und diese auf die individuellen Bedürfnisse abstimmen. Für den Erfolg der Behandlung ist es wichtig, die Vorschläge zu befolgen und Vertrauen in die Therapie zu haben. Jede Aknebehandlung braucht vor allem Zeit!

Art und Intensität der Akne bestimmen das Vorgehen. Der Schweregrad entscheidet, ob es ausreicht, äußerlich aufzutragende Präparate zu verwenden, oder ob auch die Gabe von Tabletten/Kapseln erforderlich wird.

1. Äußerliche Behandlungen

Kosmetische Optionen

Die fachgerechte Entfernung von Komedonen und die Entleerung von Eiterpickeln (Pusteln) kann das Krankheitsbild deutlich verbessern. Dabei ist entscheidend, dass die Entfernung der Mitesser schonend und ohne Verletzung der umgebenden Haut erfolgt. Dieses ist vielfach in der Praxis des Hautarztes oder bei erfahrenen Kosmetikerinnen möglich. Bei nicht fachgerechtem "Ausquetschen" der Hautunreinheiten kommt es meist zu neuen Entzündungen und Infektionen. Es können sogar Narben entstehen. Deshalb sollten keine eigenen „Therapieversuche" unternommen werden.

Schältherapie

Die Schältherapie löst die Hornpfropfen im Talgdrüsenausführungsgang. Hierbei werden die Komedonen entfernt und ihre Neubildung verhindert. Zur Schälbehandlung eignen sich folgende Wirkstoffe:

  • Vitamin-A-Säure (Tretinoin) bewirkt eine Auflockerung und verminderte Aneinanderhaftung der Hornzellen. Geschlossene Komedonen öffnen sich und stoßen ihren Hornpfropf ab. Die Neubildung von Komedonen, Papeln, Knötchen und Pusteln wird vermindert. Arzneimittel mit dem Wirkstoff Tretinoin oder Derivaten der Substanz sind verschreibungspflichtig, d. h. sie müssen vom Arzt verordnet werden.
  • Unter Anwendung von Benzoylperoxid kommt es zu einer Auflockerung des Hornpfropfes und einer Verkleinerung der Talgdrüsen. Neben dieser schälenden Wirkung hat es vor allem einen keimtötenden (antimikrobiellen) und Talg reduzierenden (antiseborrhoischen) Effekt.
  • Azelainsäure hat eine schälende und antiseborrhoische Wirkung. Weiterhin wirkt sie antibakteriell gegen Propionibakterien und andere Keime. Arzneimittel mit dem Wirkstoff Azelainsäure sind verschreibungspflichtig.
  • Isotretinoin (verschreibungspflichtig) wirkt vergleichbar wie die Vitamin-A-Säure, soll aber weniger hautreizend sein.
  • Adapalen (verschreibungspflichtig) ist eine Vitamin-A-Säure ähnliche Substanz mit zusätzlich antientzündlichen Eigenschaften.

Behandlungen mit Antibiotika

Zur äußerlichen antibiotischen Behandlung steht z. B. der Wirkstoff Erythromycin zur Verfügung. Seine Wirkung beruht auf zwei Mechanismen. Zum einen hemmt Erythromycin das Wachstum von Keimen, die bei der Entstehung der Akne eine Rolle spielen, insbesondere Propionibakterien. Zum anderen wirkt Erythromycin entzündungshemmend. Es ist in Form von alkoholischen Lösungen, in Gelen oder Salben erhältlich. Zubereitungen mit Erythromycin oder anderen Antibiotika sind verschreibungspflichtig.

Kombinationen

Durch Kombination zweier Wirkstoffe können mehrere Faktoren der Akne gleichzeitig behandelt werden. Die Kombination des Schälmittels Vitamin-A-Säure mit einem Antibiotikum z. B. kann die Behandlungsdauer gerade bei entzündlichen Akneformen wesentlich abkürzen. Verhornungsstörungen im Talgdrüsenfollikel werden normalisiert, pathogene Keime vermindert und entzündliche Reaktionen beseitigt. Hautirritationen, die bei alleiniger Anwendung von Vitamin-A-Säure entstehen können, werden durch die Kombination reduziert. Diese Zubereitungen sind verschreibungspflichtig.

2. Innerliche Behandlungen

Antibiotika

Bei starken Formen der Acne papulopustulosa und bei der Acne conglobata sind auch innerlich Antibiotika anzuwenden. Bewährt hat sich zum Beispiel der Wirkstoff  Minocyclin, ein Antibiotikum, das der Hautarzt verordnen muss. Es gibt aber noch andere wirksame Antibiotika.

Isotretinoin

Bei schweren und sehr schweren Formen der Akne, die auf die üblichen Arzneimittel nicht ansprechen, kann der Hautarzt innerlich Isotretinoin verordnen. Der Wirkstoff vermindert die gesteigerte Talgproduktion, verhindert die Bildung von Mitessern, reduziert die Keimbesiedlung in den Talgdrüsenfollikeln und wirkt antientzündlich. Isotretinoin ist der wirksamste Arzneistoff  für die Behandlung schwerer Akneformen.

Vor, während und nach der Behandlung mit Isotretinoin müssen besondere Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigt werden. Das gilt insbesondere für Frauen. Eine Schwangerschaft muss unbedingt verhindert werden.

Hormone

Für Mädchen und Frauen gibt es auch die Möglichkeit, über Hormone die gesteigerte Talgproduktion zu vermindern. Allerdings ist es wichtig, die hierzu geeigneten Hormone auszuwählen. Einige der „Anitbabypillen" und speziell auf die Behandlung der Akne abgestimmte „Haut-Pillen" sind hierfür besonders geeignet.

Hormonwirkung auf die Haut

Jeder Organismus verfügt über eine Reihe von Stoffen, die die Funktionen des Körpers aufrechterhalten und regulieren. Dazu gehören auch die Hormone. Sie erfüllen die unterschiedlichsten Aufgaben. Sexualhormone zum Beispiel steuern in erster Linie die Entwicklung und Funktion der Sexualorgane, beeinflussen aber auch noch viele andere Organe und Gewebe, wie z. B. die Talgdrüsen und Haarwurzeln.

Es gibt dementsprechend sowohl männliche als auch weibliche Sexualhormone, die im jeweiligen Geschlecht in unterschiedlichen Mengen gebildet werden. Das heißt, dass natürlicherweise auch Frauen männliche Sexualhormone (Androgene) bilden.

Wie „männliche" Hormone (Androgene) die Entstehung der Akne beeinflussen:

Einfluss der Androgene auf die Talgdrüsen

Unter dem Einfluss männlicher Hormone kommt es zu einem schnelleren Wachstum der Hornzellen im Ausführungsgang der Talgdrüse und somit zu einer verstärkten Ansammlung von Hornzellen. Es bildet sich ein Hornpfropf, der das Abfließen des vermehrt gebildeten Talgdrüsensekrets verhindert.

Außerdem stimulieren männliche Sexualhormone das Wachstum und die Talgproduktion der Talgdrüsen.

Die Talgdrüsen reagieren empfindlich auf Androgene. Wenn mehr Androgene produziert werden, produzieren sie auch mehr Talg. Genauso ist es möglich, dass die Talgdrüsen schon von sich aus sehr sensibel auf Androgene reagieren.

Durch eine erhöhte Talgproduktion und eine Verhornungsstörung im Talgdrüsenausführungsgang wird die Entstehung offener und geschlossener Mitesser (Komedonen) stark begünstigt.
Aufgrund weiterer Faktoren (bakterielle Besiedlung des Talgdrüsensekrets und komplexe Entzündungsreaktionen) können auch entzündliche Akneerscheinungen, wie z. B. Pickel, entstehen.

Einfluss der Androgene auf die Haarwurzeln

Auch die Haarwurzeln werden durch Androgene beeinflusst. Beim Mann sind die Sexualhormone für die charakteristische Körperbehaarung verantwortlich. Unter bestimmten Voraussetzungen kann bei Frauen die Behaarung im Gesichts-, Sexual- und Körperbereich stark ausgeprägt sein und im Muster der des Mannes ähneln (s. a. Hirsutismus).

Die Androgenbildung ist individuell unterschiedlich. Manche Frauen bilden etwas mehr, andere etwas weniger Androgene. Das kann sich auch im Hautbild bemerkbar machen. Häufig  ist es zudem so, dass die Talgdrüsen und Haarfollikel  sensibler auf Androgene oder auch Hormonschwankungen reagieren, als bei Personen ohne Akne.

Wie „weibliche" Hormone auf die Haut wirken:

Zu den weiblichen Hormonen, die der Körper produziert, gehören Östrogen und Progesteron. Beide Hormone steuern in erster Linie den Menstruationszyklus der Frau. Im Organismus haben sie aber noch eine Reihe weiterer Funktionen und wirken u. a. auch auf die Haut.

Östrogene – sowohl das natürliche Östrogen als auch im Labor entwickelte Östrogene – wirken an der Haut als funktionelle Gegenspieler der männlichen Geschlechtshormone, da sie die Talgdrüsenfunktion hemmen

Gestagene zählen ebenfalls zu den weiblichen Geschlechtshormonen. Werden sie bspw. als Bestandteil von oralen Kontrazeptiva („Pille") eingenommen, so können bestimmte Gestagene die Wirkung von männlichen Sexualhormonen (Androgenen) auf die Haut hemmen.

Gestagene können sich in ihrer Wirkung (z. B. auf die Haut) unterscheiden. Deshalb werden sie eingeteilt in Gestagene mit so genannter antiandrogener und solche mit androgener Teilwirkung.

Zur Behandlung der Akne sind diejenigen Gestagene geeignet, die eine antiandrogene Wirkkomponente besitzen. Sie können die Akne verursachende Wirkung von männlichen Sexualhormonen in den Talgdrüsen hemmen.

Hormone zur Behandlung der Akne

Durch weibliche Hormone lässt sich also eine gesteigerte Talgproduktion, die zur Entstehung der Akne beiträgt, vermindern (auch die Haare sind dann weniger fettig!).

Deshalb gibt es (Antibaby-) „Pillen", die speziell dazu entwickelt wurden, die Akne und leichtere Formen des Hirsutismus zu bekämpfen. Sie enthalten eine Kombination aus einem Östrogen und einem Gestagen.

Frauen und Mädchen sollten ihren Hautarzt oder Frauenarzt danach fragen, ob die Behandlung mit Hormonen für sie in Frage kommt, insbesondere wenn sie gleichzeitig an einer zusätzlichen schwangerschaftsverhütenden Wirkung interessiert sind.

Weitere Informationen finden Sie auch im Akne-Ratgeber „Hormone für eine schöne Haut"

  • Bereits bei der ersten Bildung von Mitessern in der Pubertät sollte ein Hautarzt um Rat gefragt werden.
  • Die gründliche Reinigung der Haut mit milden Reinigungsmitteln (z. B. Syndets) ist wichtig, um die Haut auf die Therapie bzw. Pflege vorzubereiten.
  • Ein- bis dreimal pro Woche kann ein mildes Peeling angewendet werden.
  • Benzoylperoxidhaltige Präparate sind in der Apotheke erhältlich. Es ist bei der Anwendung  zu beachten, dass Produkte mit Benzoylperoxid farbige Kleidungsstücke und Haare bleichen können. Die Anwendung in der Nähe von Augenbrauen etc. sollte deshalb vorsichtig erfolgen.
  • Manche Aknepräparate können die Haut austrocknen. Spezielle Haut beruhigende und Feuchtigkeit spendende Pflegeprodukte, die extra zur Anwendung auf der zur Akne neigenden Haut entwickelt wurden, können die Behandlung unterstützen. Bei der Auswahl des richtigen Pflegeproduktes sollte man darauf achten, dass auf der Packung ein Hinweis angegeben ist, dass das Produkt keine Mitesser verursacht. Auf der Packung steht dann meist: „nicht komedogen".

Kann Akne durch Ernährung beeinflusst werden?

"Kann ich Schokolade essen?" ja! Es wird zwar immer noch darüber diskutiert, ob die Ernährung einen Einfluss auf die Entstehung unreiner Haut und Akne hat. Aber es gibt keine endgültigen Beweise dafür, dass der Verzehr von Chips, Schokolade u. ä. die Entstehung von Akne begünstigt. In den seltenen Fällen, in denen das Gefühl besteht, dass doch bestimmte Nahrungsmittel der Haut nicht guttun, sollten diese natürlich vermieden werden. Abgesehen davon ist eine ausgewogene, vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung für die Gesundheit in jedem Fall förderlich.

Wird Akne durch Sonne beeinflusst?

Jeder Mensch reagiert unterschiedlich. Normalerweise nimmt die Talgproduktion bei Hitze und unter Sonnenbestrahlung (UV-Licht) zu. Die Akne kann sich verschlimmern. Andererseits kann UV-Licht die Akne günstig beeinflussen und während der Sommermonate eine Behandlung überflüssig machen. Eigene Erfahrungen und Ausprobieren bringen die schlüssige Antwort.

Wenn ein Sonnenschutzmittel verwendet wird, sollte es möglichst eine wenig fettende Grundlage haben. In der Apotheke kann man sich über Sonnenschutzmittel, die speziell bei Akne geeignet sind, beraten lassen.

Unter der Anwendung verschiedener Aknetherapeutika wie bspw.  Tetracyclinen  oder Vitamin-A-Säurehaltigen Präparaten sollte eine Sonnenbestrahlung (auch das Solarium) vermieden werden.

Ist Akne ansteckend?

Nein! Akne ist keine Infektionskrankheit. Keime können zwar ursächlich an der Entstehung der Pickel beteiligt sein, aber sie werden nicht übertragen und führen deshalb auch nicht bei anderen Personen zu einer Akne.

Wird Akne durch die Hormonveränderung während einer Schwangerschaft beeinflusst?

Ja! Die Talgdrüsen reagieren empfindlich auf hormonelle Veränderungen, wie z. B. in der Pubertät, während des weiblichen Zyklus und nach Absetzen der Pille. Auch während einer Schwangerschaft kann es sowohl zu einer Verbesserung der Akne als auch zu einer Verschlechterung kommen.

Hilft die „Pille" auch bei Akne?

Die „Pille" stellt eine Behandlungsmöglichkeit für Frauen und Mädchen dar, die an leichten bis mittelschweren oder schweren Formen der Akne leiden und bei denen ein hormoneller Einfluss vermutet wird. Allerdings ist nicht jede Pille gleichermaßen geeignet. Manche Pillen enthalten auch Wirkstoffe, die eine Akne verstärken können. Fragen Sie hierzu Ihren behandelnden Arzt. Sinnvoll sind „Akne-Pillen" vor allem dann, wenn die Patientinnen einen eher fettigen Hauttyp haben und auch unter schnell fettenden Haaren leiden.

Broschüren

Hormone für schöne Haut
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Die Kunst Akne
loszuwerden
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